|
Montag, 12. Mai 2008 |
|
Die Defensive
Linemen (DL) stehen der Offensive Line direkt gegenüber, wobei diese
Spieler auch eine vergleichbare schwere Statur haben. Die Abwehrlinie
soll das Freiblocken von Lücken für den gegnerischen Runningback
verhindern. Bei Passspielzügen sollen sie den Quarterback durch Druck
zu Fehlern zwingen oder gleich sacken. Bei den Defensive Linemen wird
zwischen Defensive Ends (DE) und Defensive Tackles (DT) unterschieden.
Die Defensive Ends stehen an den Enden der Defensive-Line. Sie sind
agiler als ihre D-Line-Kollegen, da sie Läufe des gegnerischen
Ballträgers über die Außenseite verhindern bzw. von außen Druck auf den
gegnerischen Quarterback ausüben sollen und damit längere Wege gehen
müssen. Die Defensive Tackles sollen in der Mitte die Stellung halten
und verhindern, dass dort Raumgewinne erzielt werden. Manche Teams
benutzen zwei Tackles, manche drei, andere dagegen nur einen. Der
mittlere Mann wird dann auch Nose Tackle oder Nose Guard genannt, weil
er dem Center des Gegners „Nase an Nase“ gegenübersteht.
Die Linebacker (LB) stehen dicht hinter der Defensive Line. Sie müssen
kräftig genug sein, um den Durchbruch eines Runningbacks zu stoppen
oder bei Blitzes druckvoll zum Quarterback vorzudringen. Gleichzeitig
sind sie auch in der Passverteidigung wichtig, da sie den vorderen
Bereich gegen kurze, schnelle Pässe abdecken können müssen. Bei
Spielzügen mit vier oder fünf Receivern sind die Linebacker aber nicht
so flink, dass sie die Receiver bei langen Pässen decken können. Damit
die Offense aus dieser Überzahlsituation (viele schnelle Wide Receiver
gegen wenige schwere Linebacker) nicht zu viele Vorteile ziehen kann,
werden daher die Linebacker gegen Cornerbacks ausgetauscht (Nickel- und
Dime-Formation).
Die hintere Verteidigungsreihe bilden die Safeties (S), die zusammen
mit den Cornerbacks (CB) die Defensive Backs (DB) (auch Secondary
genannt) darstellen. Die CBs verteidigen hauptsächlich gegen ein
gegnerisches Passspiel, die Safeties sind dagegen eher eine Art letzte
Bastion, wenn es den vorderen Reihen nicht gelungen ist, einen
Ballträger zu stoppen. Bei den Safeties unterscheidet man zwischen dem
„Strong Safety“ und „Free Safety“. Der Strong Safety ist kräftiger und
steht etwas näher an der Line of Scrimmage (oft auch in der
Linebacker-Reihe, circa fünf Yards hinter der Line), weil er gegen den
Laufspielzug arbeitet und den Tight End abdeckt, der eher kurze
Laufrouten hat und deutlich schwerer als ein gewöhnlicher Receiver ist.
Der „Free Safety“ hat eher Cornerback-artige Eigenschaften. Er agiert
als zusätzlicher Cornerback im tiefen Rückraum und deckt entweder die
tiefe Zone ab oder hilft Cornerbacks beim Covern der Receiver.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 7. November 2008 )
|