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Dienstag, 13 Mai 2008
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Ausrüstung


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Es gibt zwei Arten von Flags. Bei der einen Variante sind die Flags per Klettverbindung am Gürtel befestigt, bei der anderen stecken die Flaggen in einem Gummiverschluss, in den sie hineingesteckt werden.

In der Spielpraxis trägt jeder Spieler mindestens zwei Flags - auf jeder Seite der Taille eine. Manchmal auch drei, um auch von hinten besser gestoppt werden zu können. Im Gegensatz zum traditionellen American Football ist beim Flag Football die Verletzungswahrscheinlichkeit deutlich geringer, wodurch das Spiel insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Alternative darstellt, jedoch ist die Sportart auch bei älteren Leuten sehr beliebt.

Spielvarianten

 

Es gibt drei Spielvarianten im Flag Football:

  • 5on5 – hier ist jeglicher Kontakt verboten
  • 7on7 – Kontakt ist je nach Spielart erlaubt
  • 9on9 – Kontakt ist hier ein wichtiger Teil des Spielsystems. Wie beim American Football gibt es auch hier eine Offensive- und eine Defensive Line, die mindestens aus je drei Spielern besteht. Bei dieser Variante handelt es sich um das Spielsystem der Deutschen Flag Football Liga DFFL.

Für offizielle Verbandsspiele gibt es in Deutschland sowohl für Kinder/Jugendliche als auch für Erwachsene ein Ligasystem. Geschlechtlich gemischte Teams sind zugelassen.

Unterschiede zum American Football

 

Flagfootball entspricht in den Grundregeln dem American Football. „Touchdown“ und „Safety“ - auch das gibt es beim Flagfootball. Genauso wie schnelle Läufe und attraktives Pass-Spiel. Nur das Tackeln ist durch das Flaggenziehen ersetzt. Aber das vermindert nicht den Spielspaß.

Außerdem sind einige „Flagregeln“ hinzugefügt worden.

Zur Saison 2005 wurde erstmalig das „Flagfootballregelwerk“ als eigenständiges Regelwerk veröffentlicht. Damit sind die Regeln nun keine Ergänzungen oder Ausnahmen des Tackleregelwerkes mehr. Dennoch ist es weiterhin eng an das Regelwerk des American Football angelehnt.

Zwischen den Regelwerken gibt es einige Unterschiede. Die meisten hängen mit den „Flags“ und der fehlenden Ausrüstung zusammen. Die Regeln bezwecken hauptsächlich den Schutz und Erhalt der Gesundheit und Unversehrtheit der Spieler.

Zu den Extra-Regeln gehört:

  • Statt eines Tackle muss die Flagge des Ballträgers gezogen werden. Der Spielzug ist dort beendet, wo der Verteidiger die Flagge gezogen hat.
  • Die eigene Flagge darf nicht mit Ball oder Hand verteidigt werden. (Flag Guarding)
  • Der Kontakt beim Blocken wird eingeschränkt (9on9 & 7on7) bzw. verboten (5on5).
  • Der Ball wird mit der ersten Bodenberührung zum Dead Ball und das Spiel wird unterbrochen (Fumble, Punt- und Kickoff Return).
  • Beim 5on5 muss der den Quarterback attackierende Verteidiger (Blitz) einen Mindestabstand von 7 Metern zur „Line of Scrimmage“ haben.


Dies führt insgesamt dazu, dass weiträumiges Lauf- und Passspiel zum Erfolg führt. Den Spielern verlangt es Schnelligkeit und Gewandtheit ab. Da körperliche Kraft nicht gegen den Gegner angewandt werden kann, sinkt das Verletzungsrisiko.

 

Flag Football in Deutschland

 

In Amerika spielen 8 Millionen Spieler Flag Football, aber nur 500.000 Tackle Football. Die NFL Europe hatte 1997 damit begonnen, diesen Sport in Deutschland bei Kindern und Jugendlichen vor allem an Schulen bekannt zu machen. Hieraus erfolgte auch bei Erwachsenen ein gesteigertes Interesse an Flag Football. In den vergangenen Jahren stieg die Anzahl von Erwachsenenteams, die in Deutschland an einem konstanten Spielbetrieb teilnehmen, auf über 25. Eine teure Schutzausrüstung ist nicht nötig, was den Einstieg in diesen Sport erheblich erleichtert. Kinder und Jugendliche werden durch Flag Football an Profi-Tackle Football herangeführt. Seit 2001 haben sich in Deutschland und Europa über 300 Hobby- und Ligamannschaften gebildet. Durch mehrere erfolgreiche Flag Football Veranstaltungen und der Einrichtung einer Bundesliga ist ein gesteigertes Zuschauerinteresse zu beobachten.

In Deutschland wird Flagfootball in den Varianten 5on5 und 9on9 gespielt. Fachverband sind hier der AFVD und seine Landesverbände.

Das erste Flagfootball-Turnier auf deutschem Boden fand in dieser 5er Variante 1997 in Wiesbaden statt. Es trafen zwei US-Amerikanische und eine Deutsche Mannschaft (Wiesbaden Phantoms) aufeinander. Das Turnier nennt sich „Rhein-Main-Bowl“. Seither ist es das traditionsreichste und bis 2006 auch größte Turnier. Bis Ende 2006 galt der Rhein-Main-Bowl als inoffizielle Deutsche Meisterschaft.

Das größte internationale Vereinsturnier kam mit der Entstehung des „Big Bowl“ in Walldorf zustande. Es trafen Mannschaften aus 7 Nationen (Dänemark, Frankreich, Israel, Italien, Österreich, Schweiz und Deutschland) und 8 Bundesländern aufeinander. Insgesamt spielten 37 Teams an zwei Tagen in 3 Kategorien um die Titel. Bei den Frauen siegte die Israelische Nationalmannschaft in der Verlängerung 13:6 gegen die Österreichische Nationalmannschaft. Die Jugendtrophäe ging an die heimischen Walldorf Wanderers Juniors, die im Endspiel gegen die Österreichische Nationalmannschaft die Oberhand behielt. Der Titel bei den Männern ging an die französischen „Le Havre Salamandres“, die sich gegen den italienischen Meister „Cavriago Cleavers“ durchsetzen konnten.

Seit 1999 wird Flagfootball in Deutschland im Ligabetrieb gespielt. Im Jugendbereich überwiegend innerhalb der Länder in der Altersklasse 10 bis 15 Jahre, im Erwachsenenbereich (ab 16) bis 2005 in den regional bestehenden Ligen, seit 2006 auch in der DFFL (Deutsche Flag Football Liga), einer bundesweite Lizenzliga.

Im Ligaspielbetrieb ist die Semi-Contact 9on9 Variante die bisher am Weitesten verbreitete. Die Non-Contact Variante 5on5 findet jedoch immer mehr Anhänger und wächst immer stärker. Viele neue Ligen sind in dieser Variante entstanden, überwiegend für Kinder unter 10 Jahren.

Da der Flagfootball-Spielbetrieb in jedem Bundesland sehr frei selbst gestaltet werden kann, gibt es zudem noch einige Variationen, die jeweils einmalig sind.

Last Updated ( Freitag, 07 November 2008 )
 
 

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